DSCF5710.JPG

Hallo

Herzlich willkommen auf unserer Magazin-Seite.

Wir wollen unterhalten und informieren.

Viel Spaß

Die letzte Tür - Countdown bis zur Pension

Die letzte Tür - Countdown bis zur Pension

Pension_001.jpg

Was ich vor knapp einem Jahr beschrieben habe (Papa ante portas), steht nunmehr tatsächlich vor den Toren: meine Pensionierung.

Ich werde die letzte Tür öffnen. Der dritte Abschnitt, wenn Kindheit der erste, das Arbeitsleben der zweite und der Ruhestand der dritte ist. Danach kommt keine Tür mehr, der letzte Deckel schließt sich horizontal.

Ich werde in den folgenden Wochen, bis zum 31.07.2019, in unregelmäßigen Abständen mit entsprechenden Blogeinträgen runter(er)zählen, von 10 bis 1.

Ich hoffe auf Interesse von euch.

Am Anfang des Artikels steht “Werbung unbeauftragt”, das heißt, dass dieser Artikel ohne Beeinflussung und Bezahlung geschrieben wurde. Warum der Vermerk trotzdem dort steht, erfahrt ihr auf unserer Seite "Transparenz".

Nr. 6

Rollenspiel

Damals auf einer Weihnachtsfeier unter Kolleginnen und Kollegen vor einigen Jahren spielte ich eine Rolle, die mir Spaß gemacht hat. Die Rolle des Hippies der frühen 70er Jahre, als ich noch zur Schule ging und tatsächlich ziemlich lange Haare hatte.

Mit dem Eintritt in die Polizei im April 1976 musste ich eine neue, mir völlig unbekannte, fremde Rolle übernehmen, die des Polizisten. Die allgemein ziemlich schwierige Rolle der Institution Polizei in der Gesellschaft hat natürlich Auswirkungen auf das subjektive Finden dieser Position. Ich hatte Erwartungen, mein polizeiliches Gegenüber hatte Erwartungen und die Peergroup meiner Dienststelle hatte welche. Diese drei Rollenvorstellungen lagen anfangs erheblich weit voneinander entfernt. Ich wusste nicht, wo ich stehen sollte. Aber sie haben versucht, mich festzunageln, so wie das Leute immer tun.

Pension_036.jpg

Zunächst aber war es relativ einfach. Ich ging zur Fachhochschule, meine Gymnasialzeit ging damit eigentlich nur in die Verlängerung, meine Mitstreiter waren wie ich, das war einfach. Das änderte sich aber mit den ersten Praktika. Bei der Einsatzhundertschaft 24 war ich eines Sonntagsfrüh als Kielschwein in einem Streifenwagen unterwegs. 06:00 Uhr, nichts los, Streife durch den Grunewald. Und plötzlich ein Auftrag für uns: „Verkehrsunfall mit Verdacht Trunkenheit!“ Am Einsatzort eingetroffen, sollte ich die Führerscheindaten notieren. Gesagt, getan. Der Klient war tatsächlich alkoholisiert, folglich ab zur Blutentnahme. Auf dem Weg zur Gefangenensammelstelle stellte mir mein Streifenführer so ganz nebenbei die Frage nach dem „Lappen“. Ich hätte ihn doch wohl, oder? „Ähh… nee“, war meine Antwort. „Na dann sieh mal zu, du Vollpfosten, wie du ihn noch bekommst!“ Leicht pikiert drehte ich mich weg. Ich hatte nicht daran gedacht. Wahrscheinlich auch, weil es mir schon peinlich genug war, einen mir völlig unbekannten Menschen überhaupt nach etwas zu fragen. Die Polizistenrolle war mir noch fremd. Unter einem fadenscheinigen Vorwand kurz vor der Blutentnahme konnte ich die „Pappe“ dann an mich bringen und die Beschlagnahme aussprechen.

Pension_038.jpg

Nach allem Anfangsschwierigkeiten habe ich im Laufe der Jahre meine ganz persönliche Rolle im Beruf gefunden. Der Weg war ziemlich hart. Da waren die abschätzenden Blicke der alten Hasen, das Anbiedern der Unterdrückten, das Schulterklopfen der Jüngeren. Und immer ein wenig Unsicherheit auf meiner Seite. Ich habe mir Mühe gegeben, mich reingehängt. Aber nicht immer wurde das honoriert. Zwangsläufig folgte dann auch Anpassung und das Festrütteln in der Position, auf der Bühne des Theaterstücks Polizei. Ein einheitliches Verhaltensmuster und Einheitskonformität meinerseits habe ich aber immer abgelehnt. Das hat mir auch bei anderen nicht gefallen und das merkt man mir heute noch deutlich an. Jeder Mensch spielt seine Rollen; in verschiedenen Formen, je nach Bedarf, ich habe bald eine neue Figur abzuliefern. Ich werde es schaffen, ganz sicher. Ich bleibe bei meinen Überzeugungen und versuche so ehrlich wie möglich zu sein. Damit bin ich gut gefahren.

Es sind übrigens noch gut sechs Wochen bis “Zero” und davon vier im Urlaub, der mir täglich besser gefällt. Dieser Urlaub ist Anpassung, Vorbereitung, Training. Dieses Trainingslager dient unter anderem dafür, meine Rolle als Kielschwein des Pensionsbusses zu finden. Die Rolle also proben, ein Rollenspiel machen.

Bei der Durchführung von Rollenspielen werden häufig Fehler gemacht, die sich auf den Erfolg ungünstig auswirken können. Deshalb wird dringend empfohlen, dieses Trainingselement vor Beginn des eigentlichen Ernstfalls ausführlich zu nutzen und von allen Seiten zu betrachten. Das mach ich. Und es gelingt mir täglich besser.

Pension_040.jpg

Nr. 7

Alt wie ein Baum

Pensionl_032.jpg

Ich war auf dem Friedhof, am Grab meines Vaters, zusammen mit meiner Mutter; er wäre heute 92 geworden. Das Verhältnis zu meinem Vater war eng und auf gegenseitigem Respekt gegründet. Wir hatten viel gemeinsam. Ich habe es leider nicht mehr geschafft, ihn nach seinen Gefühlen und möglichen Ängsten vor der Rente zu fragen. Das bereue ich heute; er hätte mir bestimmt Einiges mit auf den Weg geben können.

Pension_035.jpg

Leben ist Zeichnen ohne Radiergummi. Was einmal getan wurde, bleibt, ist nicht mehr rückgängig zu machen. Das Alter haut uns die Jugendsünden voll um die Ohren, ohne Rücksicht auf Verluste. Mit dem derzeitigen Equipment muss ich jetzt die restliche Strecke bewältigen, da kommt nichts mehr dazu. Im Gegenteil, es wird von Tag zu Tag etwas weniger. Aber ich habe vorgesorgt: habe vor langer Zeit mit dem Rauchen aufgehört, bin dem Alkohol nur noch in Maßen zugetan, habe umgestellt auf vegane Ernährung, treibe regelmäßig Sport und trainiere mein Gehirn unter anderem mit Spanisch lernen. Die Basics sind also da, der Rest ist Schicksal.

Pension_033.jpg

Beim Stichwort Spanisch muss ich kurz mal die letzte Woche reflektieren. Teresa, mi profesora, ist supernett, aber unerbittlich und permanent fordernd. Ist ja schließlich ein Intensivkurs. Auch nur kurz unkonzentriert zu sein, bedeutet, in den darauffolgenden Minuten nichts mehr mitzubekommen. Irgendeine Vokabel wurde erfragt, erläutert und gleich mal mit einigen Beispielssätzen verarbeitet. Dazu gehören selbstverständlich auch Fragen an die Probanden. Und dann trifft mich die Frage und mein Gehirn verweigert den Dienst. Toll! Das Einzige, was mir dann einfällt: no sé. Aber es hilft, mitzubekommen, dass es den anderen ab und zu auch nicht besser geht. Und Teresa hilft natürlich, denn die ist ja supernett.

Pension_031.jpg

In der Dämmerung gibt es die blaue Stunde. Die besondere Färbung des Himmels während der Zeit nach Sonnenuntergang vor Eintritt der nächtlichen Dunkelheit ist Namensgeber. Ich habe in den letzten Tagen in der blauen Stunde ziemlich oft auf der Terrasse gesessen und versucht, die Zeit etwas langsamer ablaufen zu lassen. Sie zu dehnen und die Sekunden tröpfchenweise zu genießen. Es ist mir ganz gut gelungen. Entschleunigen heißt das Modewort.

Pension_030.jpg

Im Übrigen ist die Idee vom Ruhestand, von der wir vor langer Zeit gehört und auf die wir hingearbeitet hatten, anders als gedacht, sie ist nicht stimmig. Denn vorher, richtig, das war davor und jetzt, sehr richtig, das ist nachher. Aber unser Gehirn, das hilft, mit der neuen Situation umzugehen. Es macht neue Ansagen. Ich fühle mich mitunter wie in einer zweiten Pubertät. Abenteuerlustiger, kompromissloser. Es heißt, im Alter werden wir zu dem, was wir wirklich sind oder sein wollten. Kann sein. Muss nicht sein.

Pension_034.jpg

Und … alt wie ein Baum, möchte ich werden, wie der Dichter es beschreibt (Dank an die Puhdys). Ein Baum ist beständig, gelassen, erhaben, unerschütterlich. So will ich auch sein.

Nr. 8

Geh schwimmen - seggt mien Frau


Pension_028.jpg

Bin ich dann auch, schwimmen gegangen. Ging mir gleich besser. Sport ist ein gutes Regulativ, regelt auch ein angehendes Pensionärs-Dasein. Seitdem läuft das Tagesgeschäft einigermaßen rund.

Ich mache jetzt regelmäßig wieder Sport, gehe nicht nur Schwimmen, sondern auch Laufen.

Pension_021.jpg

Und mache Yoga, ja wirklich, …oder ich versuch‘s wenigstens. Auch daran ist meine Frau schuld, sie kann den Sonnengruß und andere Verrenkungen. Bei mir ist es mehr Stretching und es sind Liegestütz und Kniebeugen, aber auch das ist gut für das seelische Gleichgewicht.

Pension_023.jpg

Beim Schwimmbadbesuch ist mir übrigens etwas Lustiges passiert. Da gib es ein Schließfach für Wertsachen am Eingang und ich dachte mir, sicher ist sicher. Packe also Brieftasche, Schlüssel, Handy etc. rein und stecke einen Euro ins Schlüsselfach, schließe die Tür ab und fertig. In den Umkleidekabinen ziehe ich mich um, packe die Sachen in den Umkleideschrank und … brauche auch hier einen Euro für den Schließmechanismus, na logisch, habe aber keinen, denn die Brieftasche ist im Schließfach. Ich bin ja nicht nackt, sondern habe eine Badehose an, kann also durchaus vor die Umkleidekabinen treten, zurück in die Semiöffentlichkeit. Ich lasse meine Sachen unbewacht im Ungewissen zurück.

Schließfach auf, einen Euro im Portemonnaie gefunden, alles wieder verschlossen, zurück zum Schrank, Euro rein und zu und … der Schlüssel geht nicht raus, der Mechanismus streikt. Der Euro kommt aber auch nicht wieder raus. Helfer sind nicht in Sicht, wie auch? Also alles noch mal … zurück zum Kassenhäuschen, komische Blicke abgewehrt, Schließfach auf, … glücklicherweise habe ich noch einen weiteren Euro.

Pension_024.jpg

Ich schwimme meine Bahnen und die älteren Damen und Herren im Nachbarbecken performen sehr schön ihr Hupfdohlenballett. Bei Wassergymnastik denke ich immer, das wirst du nicht machen. Niemals. Aber wer weiß? Während ich so sinnierend zuschaue, fällt mir auf, dass ich nur einen Schlüssel am Handgelenk habe, den vom Umkleideschrank. Und wo ist der Schlüssel vom Schließfach? Natürlich in der Tasche, im Seitenfach, im Umkleideschrank. Na toll, das ist jetzt aber wirklich bombensicher! Was für ein Aufwand for nothing! Oh, Mann!

Pension_024.jpg

Was lerne ich daraus? Auf Einhundertprozent Sicherheit setzten, bringt nichts. Pläne müssen sein, aber das Schicksal, die Vorsehung, der große Unbekannte, the big Father of all oder wer oder was auch immer, werden es schon richten. Sei unbesorgt, schau nach vorn, es wird schon.

Bald beginnt mein neuer Spanischintensivkurs, mal sehen, wie das wird. Auch hier läuft ein Countdown. Nicht mehr lange und wir fliegen nach Peru, dann will ich einigermaßen fit sein für den Smalltalk auf Spanisch. Cuatro cervezas kann jeder, aber wenn es um Land und Leute geht, wird es schwierig.

Als Quintessenz dieses Blogeintrages halte ich fest, dass eine gewisse Vorbereitung sein muss, aber dass mehr Gelassenheit auch mehr Lebensqualität bringt. Von Wilhelm Busch soll der schöne Satz stammen: „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!" Und das mag ich an den Plattdeutschen überhaupt, die auch sagen: dat kummt as et kummt! Ich sage nur erfrischend, ehrlich, norddeutsch: Flensburger. Teil ich mir ein, ist aber auch alkoholfrei.

Pension_024.jpg

 

Nr. 9

Trainingslager

Pension_020.jpg

Ich habe jetzt 9 (neun!) Wochen Urlaub, muss ja alle Tage aufbrauchen. Anschließend gehe ich noch ein letztes Mal zum Dienst für gut 2 Wochen. Und dann ist Schluss (mit lustig), neee … eigentlich nicht. Nach dem 31.07.2019 fängt das Leben erst so richtig an, verdad?

Pension_012.jpg

Diese lange Zeit vor dem Finale soll mein Trainingslager sein, zum Eingewöhnen. Na dann! Mache ich mal. Die ersten Tage waren ehrlich gesagt ätzend. Bin immer gegen 5 Uhr wach geworden, noch einmal einschlafen sinn-, zweck-, nutzlos. Also aufstehen. Frau ist auch schon wach, sie geht arbeiten und ich? Habe ja Zeit, etwas zu tun, was ich schon immer tun wollte.

Was wollte ich gleich nochmal „immer schon tun“? Die Agenda der wirklich wichtigen und umfangreichen Arbeiten, vor allen Dingen am und für’s Haus und im Garten, ist lang; aber das will ich doch jetzt nicht angehen, oder? Nein, will ich nicht.

Die Tage sind geprägt vom Zeitungslesen und Spanischlernen, immer schön abwechselnd, bis mir das zum Hals raushängt, aber meilenweit. Wenn die Frau nach Hause kommt, bin ich entsprechend gelaunt, nicht gut, sondern schlecht.

Pension_013.jpg

Jede Erwartung ist eine Falle, glaube ich. Was erwarte ich also? Besser erst einmal nichts, de nada! Erwartungshaltung ist Stress. Im Job, als ich noch auf der Straße gedient habe, hatte jeder Tag Interessantes und Aufregendes zu bieten. Wenn ich von der Wache aus als Wachleiter zu einem Einsatzort gefahren bin, schlug mir das Herz oftmals bis zum Hals, weil ich nicht wusste, was mich erwartete. Im Kopf habe ich alles Mögliche vorgeplant. Und dann am Ort des Geschehens? War alles anders und doch wusste ich meistens auf Anhieb, was zu tun war. Die Erwartungshaltung hatte mir nicht geholfen, im Gegenteil.

Pension_015.jpg

Pensionierungszeit soll ja der Aufbruch in die neue Freizeit werden, sagt mein Freund Thomas. Ob ich mich von ihm coachen lassen sollte? Der weiß offensichtlich, wie es geht, sieht man ja: 2600 Radkilometer nach Barcelona

Wie habe ich ihn eigentlich kennengelernt?

Pension_014.jpg

Bevor ich an die Front der Wache ging, war ich für einige Zeit beim Lagedienst und Thomas beim Kriminaldauerdienst. Wir waren beide jeweils Vertreter unserer Chefs. Und wenn die nicht da waren, haben wir uns gegenübergesessen und Blödsinn gequatscht, wenn die Telefone mal gerade nicht läuteten. Dieser Quatsch setzte sich dann auch in der Freizeit fort; wir haben Einiges zusammen erlebt, meine Herren, das waren Zeiten. Und seitdem sind wir befreundet.

Im Sinne und mit Hilfe von Thomas werde ich es schon packen. „Get your own goals“, heißt es in irgendeinem Song. Ich werde es versuchen und berichten. Hasta luego!

Nr. 10

Wissenstransfer

Pension_002.jpg

Nilay hat mich sicher geleitet auf dem Weg des Wissenstransfers und der Dialogbegleitung. Mit Empathie, Geduld und Lockerheit.

Nilay heißt Mond über dem Nil und ist türkisch. Sie ist meine Kollegin und Wissensmanagerin aus dem Personalbereich meiner Behörde. Ihre Aufgabe besteht darin, Erfahrung und Wissen beim Ausscheiden aus dem Arbeitsleben an jemand Neues gebündelt und strukturiert weiterzugeben.

Ich bin also Erblasser meiner Tätigkeit an … ja an wen eigentlich? Am Anfang unserer gemeinsamen Arbeit gingen wir davon aus, dass da am Ende jemand ist; inzwischen ist klar, mein Job wird aufgrund weitreichender Umstrukturierungsmaßnahmen nicht neu besetzt, sondern abgewickelt.

Pension_004.JPG

Das hat uns aber nicht entmutig, sondern eher angespornt, jetzt erst recht, dachten wir. Denn es wird diese Tätigkeit mit einem ähnlichen Profil mit Sicherheit einmal geben, aber nicht gleich.  

Pension_003.jpg

Als Nilay vor einigen Monaten an meine Tür klopfte, war ich einigermaßen skeptisch. Aber nicht lange. Dafür ist Nilay als Ein-Frau-startup in unserer Direktion viel zu gut. Wir haben zunächst einfach nur drauflos gequatscht, aber dabei hat sie mich schon sehr geschickt manövriert und ausgehorcht. Und ich habe gestaunt, was ich schon alles gemacht habe.

Zum Beispiel nach der Maueröffnung in den “Osten” zu gehen, das war der Hammer. “Wild, wild, East” im wahrsten Sinne des Wortes. Gemeinsam mit den trotz aller Widrigkeiten motivierten Ost-Kolleginnen und Kollegen, die uns durch die unheimlich wirkenden Straßen führten, haben wir “Wessis”, die wir zwar das gültige Strafgesetzbuch unter dem Arm hatten, aber sonst keine Ahnung von Ostberlin, es gerockt. Mein damaliger Chef sagte: “Mach so, dass es läuft, mehr will ich nicht wissen …”, habe ich gemacht und es lief. Die engen Polizei-Ladas, die komischen Telefone, die eigenartig eingerichteten Wachen, überhaupt das ganze “Ambiente” waren schon gewöhnungsbedürftig. Aber es war meine beste Polizeizeit, ich will sie auf keinen Fall missen.

Pension_002.jpg
1990 Wache Wadzeckstraße

Im Lauf der Zeit habe ich dann auch begriffen, dass es ein ganzes Stück Anerkennung ist, was Nilay da mit mir anstellt. Ich bin es wert, dass sich andere Gedanken darüber machen, was ich für Erfahrung und Wissen angehäuft habe. Und dass beides nicht verloren gehen soll. Das baut auf.

Pension_006.jpg

Vor ein paar Tagen hatten wir unser Abschlussgespräch, das wir bei einem gemütlichen Frühstück beim „Deichgraf“ am Nordufer führten. Ich war hinreichend auskunftswillig und sogar einigermaßen nett gewesen, hätte Nilay sagen können. Hat sie aber nicht. Ihr Statement war deutlich positiver.

Der Schlusspunkt ist das Überreichen des gebundenen Berichtes; das sind komprimierte Informationen des Dienens, nicht des Arbeitens, ich bin schließlich Beamter.

Pension_007.jpg

Wir haben festgestellt, dass wir uns sympathisch waren, dass es funktioniert hat. Es war eine Fleißarbeit, wir sind beide stolz darauf.

Danke, Nilay!

Arminius-Markthalle, neu und gut!

Arminius-Markthalle, neu und gut!

Sherpa auf dem Stoffmarkt

Sherpa auf dem Stoffmarkt