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2.600 Radkilometer nach Barcelona

2.600 Radkilometer nach Barcelona

Mindestens 2.600 Kilometer sind es mit dem Fahrrad von Berlin nach Barcelona und die will ich radeln. Alleine, nur auf mich gestellt. Das ist mein Plan. Schaffe ich das oder scheitere ich schon in Deutschland? Wie es mir dabei geht, wie ich mich fühle, was ich erlebe – das könnt ihr hier auf grad60.com verfolgen. Und zwar fast jeden Tag!

Pausentag in Besançon

Gestern war‘s doch ziemlich heftig mit den Kilometern. Schon wenige Treppenstufen strengen mich wie eine Bergbesteigung an. Weder Körper noch Geist wollen heute aufs Fahrrad. Also bleibe ich in der Stadt und schaue mich hier um. Als erstes schon wieder hoch auf die Zitadelle. Aber sie ist nun mal das Wahrzeichen der Stadt und erneut ein UNESCO Kulturerbe auf meiner Tour. Schöne Aussicht hier oben, aber sonst nicht so besonders. Außerdem ist in der Zitadelle ein Zoo untergebracht. Die Affen im Burggraben passen noch ein bisschen, aber Kängurus auf der Wiese, was soll das?

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Dafür gefällt mir in der Kirche vor der Burg die sensationelle astronomische Uhr. Gebaut um 1860 aus 30.000 Einzelteilen zeigt sie nicht nur die Uhrzeit aus Städten der ganzen Welt an, sondern die Gezeiten von verschiedenen Orten am Meer, Sonnen- und Mondfinsternisse, Osterfeiertage sowie Schaltjahre und sogar Schaltjahrhunderte. Der Zeiger bewegt sich nur alle 400 Jahre. Zum ersten Mal war das im Jahr 2000.

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Als ich aus der Kirche herauskomme, stürmt und regnet es. Also schnell ins Hotel und relaxen. Und daher nur ein Kurzbericht.

Etappe 14: EuroVelo6 nach Besançon

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Ich muss euch gestehen, mein Französisch ist miserabel. Ich habe nur mit viel Wohlwollen in der Schule eine 4- bekommen und die war schon geschmeichelt. Jetzt rächt sich das. Gestern bestelle ich gekonnt einen Café au lait und Aqua. Der Kellner schaut mich fragend an. Ich wiederhole überzeugt: „Aqua, Wasser, Water!“ Er: „ah, d’eau“, Ich: „si, äh, oui!“ Naja, ich bin ja noch am Anfang. Mein Navi ist übrigens noch schlimmer, das spricht das Französisch, wie es geschrieben wird. Ein Chateau wird zum Cha – Te - Au. Trotz aller Sprachschwierigkeiten werde ich perfekt auf die EuroVelo 6 an den Rhone-Rhein-Kanal geführt.

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Schnurgerade geht der Weg und die einzige Abwechslung an diesem wolkenverhangenen Tag sind die kleinen Schleusen. Es sind unendlich viele, manche nur 500 m voneinander entfernt. Nach der Zwanzigsten höre ich auf zu zählen und denke an Martin, wie er über das Schleusen am Canal du midi berichtet.

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Ich komme zügig voran und bin nach 60km und 3 Stunden in Montbeliar. Schon am Abend schaue ich nach, wo ich eventuell übernachten kann. Nach Montbeliard gibt es zumindest auf Booking.com und Co bis Besançon nichts mehr. Das sind noch einmal fast 100km. Ich zucke kurz, ich fühle mich fit und ohne lange zu überlegen, trete ich wieder in die Pedale. Der Weg geht weiter geradeaus, kein Autoverkehr, wenig Radfahrer, nur auf Enten muss ich achten.

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Hunger und Durst steigern auf. Ein kühles alkoholfreies Weizen und ein Burger würden passen. Und jetzt fällt es mir auf, kein Restaurant kein Biergarten, kein Kaffee weit und breit. Zum Glück habe ich genug Wasser, naja, und Eiweiß-Powerriegel dabei, naja. Aber der Platz am Fluss ist schön und langsam bessert sich auch das Wetter.

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Die Veloroute 6 wechselt zum Fluss le Doubs, der nun deutlich mehr mäandert und sich zwischen Bergen und Felsen seinen Weg sucht. Zum Glück führt der Radweg weiter am Flusslauf entlang, herrlich eingebettet zwischen üppiger Vegetation.

Schön, schön, aber es beißt in den Waden. 80 km sind für mich bequem, 100 km anstrengend, über 120 abartig. Heute sind es 150 km. Ausgerechnet vor Besançon ist der Radweg gesperrt und ich werde umgeleitet. Völlig ausgelaugt und verzweifelt sehe ich die monsterhohe Zitadelle vor mir, die Stadt ist auf der anderen Seite. Dazu plärrt mein Navi ständig: „jetzt umkehren“. Es ist zum verrückt werden. Beim dritten Umkehren sehe ich endlich den schmalen Fahrradtunnel, der durch den Berg in die Stadt führt. Angekommen. Puhh.

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Etappe 12 und 13: Bonjour Fronkreisch

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Hallo, ich bin wieder da! Zuerst möchte ich euch noch kurz von gestern berichten. Ich weiß, immer von einem perfekten Tag zu erzählen, ist langsam etwas langweilig. Aber mit Rückenwind auf dem Rheindeich, mit Abstechern durch die Feuchtgebiete der Rhein-Nebenflüsse, mit Natur ohne Autoverkehr, da kann ich einfach nicht meckern. Wenn überhaupt, sind es die Kieswege, die etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern.

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Kurz vor 14 Uhr bin ich rechtzeitig in Breisach für eine Kellereibesichtigung bei Geldermann. 5 1/2 km Kellergänge sind mit Sektflaschen gefüllt. Viel, und auch die ganze Produktion ist ganz schön aufwändig. Martin beschreibt das in “Sekt oder Selters” sehr anschaulich, einfach mal hier klicken.

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Mit einem mitgebrachten Gin aus Straßburg, wieder ein sehenswertes UNESCO-Weltkulturerbe mit zu vielen Touristen, erreiche ich kurze Zeit später die Freunde in Merdingen. Der Grill wird angefeuert, sie haben Eis und Tonicwater...

Folgerichtig geht es heute nach einem gemütlichen Frühstück etwas verspätet los. Der Weg ist weiterhin super. Bei Neuenburg überquere ich den Rhein, je suis en France.

Nur ein lapidares Schild steht am Wegesrand und das war's. Europa, ich liebe dich. Die Wege auf der EuroVelo 6 werden ebenso hervorragend durch Wälder und ruhige Nebenstraßen geführt. Aber jetzt bin ich in Frankreich und richtig weit weg von Berlin.

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Es fühlt sich noch mehr nach Abenteuer an, als der magische Punkt 1000 km. Die kurze Etappe heute endet in Mulhouse, direkt am Rathaus. Auf dem Tacho stehen 1140 km

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Elfte Etappe: 1000km

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Schon beim Start weiß ich, heute werde ich ein entscheidendes Etappenziel erreichen. Ich freue mich diebisch und schaue alle Nase lang auf den Kilometerzähler, der heute bei 940 gestartet wurde. Perfekter kann ein Tag nicht los gehen. Die Sonne scheint, der Weg ist traumhaft und ich habe kräftigen Rückenwind  auf dem Rheindeich. Ein paar Radler kommen mir entgegen und treten verbissen gegen den Wind. Oh wie ich das kenne.

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Weiter geht es über autofreie ruhige Nebenstraßen durch ein Naturschutzgebiet. Ein paar Reiher gucken genervt und entscheiden sich bei meinem Annähern gemächlich aufzufliegen. Wie schon auf meiner Tour nach Prag summe ich „Mein Haus am See“ vor mich hin, ein Frauenchor, der für mich singt, ich höre ihn. Eine weitere Fähre über den Rhein nimmt mich auf die andere Seite. Schön, mit den Fähren steht es jetzt 2:2.

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Nebenbei schiele ich weiter auf den Tacho, um nur nicht die magische Zahl zu verpassen. Mein Übernachtungsziel ist heute die Stadt Kehl. Ich möchte am Nachmittag nach Frankreich rüber und mir Straßburg anschauen, mit der Straßenbahn. Kehl ist nicht mehr weit und zum ersten mal hoffe ich, dass der Weg zum Ziel länger ist. Und dann, perfekt wie inszeniert, springt der Kilometerzähler auf die 1000, direkt an der Passerelle neben der Europabrücke zwischen Kehl und Straßburg.

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Ich fühle mich großartig und werde mir heute bestimmt ein Glas Wein gönnen. Ich habe zwar noch nicht einmal die Hälfte geschafft, aber daran denke ich heute nicht.

Morgen habe ich übrigens schon wieder eine Verabredung. Der Bruder und die Schwägerin von unserem Martin wohnen in der Nähe von Freiburg. Und da fahre ich hin. Weil wir sicher viel zu erzählen haben, gibt’s morgen mal eine Pause auf unserem Blog. Vielleicht scrollt ihr dafür ja mal runter zu den älteren Artikeln von uns auf grad60.com. Ich glaube es sind interessante Geschichten dabei.

Zehnte Etappe: Im Butterblumenmeer den Rhein entlang

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Ist es ein Egotrip? Muss ich es beweisen? Verrückt? Ja! Und es macht Spaß. Der Claim unseres Blogs heißt: „Jetzt haben wir Zeit für uns!“ Wann dann, wenn nicht jetzt.

Alleine spule ich meine Kilometer ab, komme in einen gleichmäßigen Rhythmus und achte einfach nur auf mich. Tempo, wenn mir danach ist, jetzt mache ich Pause, hier stoppe ich für ein Foto. Das geht nur alleine.

Aber es hat auch seine Schattenseiten. Die Pasta jeden Abend ohne Begleitung zu essen, ist nicht so unterhaltsam. Meine Ablenkung ist ein kleines Notizbüchlein, das ich von der Tochter meines Freundes und Blog-Mitbetreibers Martin zur Pensionierung geschenkt bekommen habe. Darin notiere ich meine Gedanken, um sie am Abend für euch in den Blog zu übertragen.

Trotzdem ist es, auch gerade beim Frühstück, etwas öde. Aber heute ist alles anders. Eine Freundin aus dem nahen Landau ist da. Das Ei ist frischer, die Brötchen besonders knackig, der Kaffee aromatischer als sonst. Ich freu mich riesig über die Stippvisite und genieße die Unterhaltung. Es gibt viel zu erzählen und so starte ich deutlich später auf meine Tagesetappe.

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So schön wie es anfängt, geht es weiter. Herrlicher Sonnenschein, 24 Grad, nach den kurzen Hosen gestern kommen heute auch die Jackenärmel ab. Der Weg am Rhein ist perfekt. Ich fahre nicht mehr einsam meine Strecke, sondern viele Tourenradler, meist mit Elektroantrieb, Familien auf Ausflug und Rennradler zischen durch Bruchwälder, auf Auen oder den Deich entlang. Es ist ein sehr abwechslungsreicher Abschnitt. An der Böschung begleitet mich ein Meer von Butterblumen.

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Sogar die Fähre fährt. Sie bringt mich mit dutzenden von Radfahrern auf die andere Rheinseite.

Städte, die sonst nicht auf dem Plan stehen, kommen mir als Radfahrer in den Blick. Nach einem perfekten Tag steure ich Rastatt mit seinem barocken Residenzschloss an und genieße den blühenden Schlossgarten und die freundliche Innenstadt.

Heute schmeckt auch das Essen an meinem Einzeltisch.

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Neunte Etappe: Am Rhein bis Speyer

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Erstmals in kurzer Radlerhose, was für ein Gefühl! Im Sonnenschein an den Rhein. Schnell bin ich aus Mainz raus und biege auf den Rheinweg ab. Die ersten Weinberge kommen in meinen Blick. Sie zeigen ein erstes aufbrechendes Grün.

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Plötzlich und unerwartet zischt er auf den Bahngleisen neben mir vorbei. Nicht aggressiv wie ein ICE, sondern in gelassener Geschwindigkeit, der Rheingold-Express. Majestätisch, der eigenen Eleganz bewusst, zieht er vorbei. Ich meine, ein paar Gäste beim Kaffee in der Aussichtskuppel zu erkennen. So kurz der Augenblick ist, er wirft mich gedanklich in die 70er zurück. Da der Weg keine Aufmerksamkeit erfordert, fahre ich gerade als 16jähriger mit zwei und drei Jahren älteren Freunden im Renault R4 nach Speyer. Quälend eng nach heutigen Maßstäben kriechen wir mit 24 PS die Kasseler Berge hoch. Nur dunkel erinnere ich mich dann an die Besichtigung des Doms. Was ich aber weiß, ist der Kinobesuch auf dieser Fahrt. Es gab den Charakterfilm „Sex zwischen Tür und Angel“ in den ich mich trotz Altersbegrenzung schummeln konnte. Bei diesen Gedanken stört mich heute nur wenig, dass der Radweg häufig durch Industriegebiete von BASF und Gewerbebereiche von Ludwigshafen führt. Nach insgesamt 850km entdecke ich schon von Weitem den Dom von Speyer und beziehe in dieser gepflegten Touristenstadt mein Quartier. Danach besichtige ich ausgiebig die größte romanische Kirche der Welt. Kino gab’s diesmal keins.

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Achte Etappe: Kurzstrecke nach Mainz

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„Los geht's“, so begrüßt mich meine Navigations-App beim Start. Also, los geht's im Nieselregen. Ich weiß, in Berlin scheint die Sonne. Irgendwann ist es bestimmt umgekehrt. Heute habe ich nur eine kurze Etappe von 50 km vor mir, mit einer Fährüberquerung des Main. Theoretisch. Beim Ranfahren alarmiert mich schon der im Weg stehende Transporter. Und tatsächlich, der Tank der Fähre braucht dringend eine Überholung. Soll irgendwie nicht klappen.

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Ein großer Bogen über Frankfurt auf der falschen Seite des Mains bringt mich letztendlich über eine Brücke mit Blick auf die Frankfurter Skyline wieder auf die Strecke. Leider sind die Radwege zugeparkt oder auf holprigen Pflaster über viel zu schmale Gehwege geleitet. Erst auf der anderen Seite gibt es einen breiten asphaltierten Weg mit freiem Blick auf den Main.

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Ich fahre über einige Nebenstraßen und quere geplant über eine Brücke den Rhein. Ungewöhnlich früh habe ich heute mein Ziel erreicht: Mainz. Die Sonne kommt raus, also alles perfekt für eine Stadtbesichtigung und Besuch des Gutenberg Museums. Prunkvolle Bücher, historische Papierherstellung, verschiedene Drucktechniken und Druckerpressen aus der ganzen Welt zeigen anschaulich, wie aufwändig und schwer Texte zu konservieren waren. Internet und grad60.com geht eindeutig leichter.


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Siebente Etappe: Einsam auf dem Vulkanradweg

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Schade, heute verlasse ich den Fulda-Radweg und starte meinen Tag auf dem Vulkanradweg. Und siehe da, Hessen, mein neues Fahrradland. Der Vulkanradweg ist ebenso perfekt und gefällt mir fast noch besser, weil er durch einsame Buchenwälder führt und Autostraßen so gut wie nicht zu sehen und zu hören sind.

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Offensichtlich wurde der Weg auf einer alten Bahnstrecke erbaut. Viel ist davon nicht zu sehen, nur zwei Bahnsteige und ein Signal stehen jetzt ohne Funktion am Weg. Der höchste Punkt meiner heutigen Tour liegt bei 650 m üNN.

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Dank der Bahntrasse ist der Aufstieg konstant und ohne Spitzen. Trotzdem bin ich froh, auf der anderen Seite mit Gefälle wieder Tempo zu machen.

Es sind so gut wie keine Radfahrer und selten ein paar Fußgänger unterwegs. Scheuen sie alle die Anhöhe? So strahle ich alleine vor mich hin. Ein bisschen höre ich mich hinein, ob jetzt in dieser Einsamkeit die Hape-Kerkeling-Erkenntnisse kommen. Mir geht's gut, das fühle ich, aber weltbewegende Feststellungen tauchen nicht auf. Aber ich bin dann ja mal erst acht Tage und 700 km weg. Das kommt ja vielleicht noch.

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Die Abende finde ich inzwischen manchmal etwas langweilig. Alleine in Restaurants zu essen, ist auf Dauer etwas öde. Heute entdecke ich in meinem Mini-Übernachtungsort völlig unerwartet ein gepflegtes Ristorante und komme mit dem Wirt Francesco ins Gespräch. Frische Zutaten, hausgemachte Nudeln und authentische italienische Küche sind sein Anspruch. So komme ich in den Genuss eines perfekten Schwertfisch Carpaccios mit rosa Pfeffer, leckeren Linguine mit Spargel, Pistazien und einem unterhaltsamen Gespräch mit dem ambitionierten Chef des Raffinato in Kilianstädten-Schöneck.

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Sechste Etappe: Gegen den Wind nach Bad Hersfeld

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Es gibt zwei natürliche Feinde für Radfahrer. Berge, jedenfalls wenn man von unten kommt und Wind, wenn er von vorne kommt. Berge gibt's heute keine, dafür peitscht mir ein Wind mit voller Wucht von vorne ins Gesicht. Und weil der weiterhin perfekte Fulda-Radweg meist über offene Felder führt, habe ich keine Deckung. Mehrfach ducke ich mich wie ein Rennradfahrer vor den Böen, was mir mit meinem schwer beladenen Tourenrad nur teilweise gelingt.

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Nun ist die Fulda zum Glück ein naturbelassenes Flüsschen, das immer wieder seine Richtung ändert. Nach mühevollen Kilometern bläst der Wind zum Schluss von hinten. Den Unterschied merke ich sofort. Meine Geschwindigkeit ändert sich bei gleicher Anstrengung von 17 auf 27 Stundenkilometer. Das gefällt mir viel besser.

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So passiere ich mit Erdbeereisbecher gestärkt und mit Rückenwindpower Bad Hersfeld. Der Blick auf die Fulda macht so auch eindeutig mehr Spaß.

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Der Fulda-Radweg, ich möchte es noch einmal betonen, hat aus meiner Sicht 4 Sterne verdient. Der Belag ist glatt, zum Teil mit bestem Skater-Asphalt, die verschiedenen Aussichten auf den Fluss abwechslungsreich. Dazu ist er immer eindeutig ausgeschildert. So gut, dass ich den Wegweisern eher folge als meiner Navigations-App, die an einigen Stellen ungewöhnliche Wege vorschlägt.

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Mit 590 km finde ich im Örtchen Schlitz mein heutiges Ziel und habe noch Zeit, den im 14 Jahrhundert erbauten Hinterturm zu besichtigen. Der runzlige Turmwärter gibt mir eine private Führung und beschreibt mir die tief am Turmboden liegenden Verliese, in die Gefangene mit Seilen hinunter gelassen wurden. Seine ganze Begeisterung gilt aber der größten Kerze der Welt. Der 36 m hohe Turm wird zur Weihnachtszeit rot eingehüllt und die Spitze hell beleuchtet. Stolz zeigt er mir Fotos und die Guinness-Urkunde, die den Weltrekord bestätigt. Ja, so eine Radreise bildet.

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Fünfte Etappe: Über den Schneeberg nach Melsungen

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Heute habe ich die altbekannte Lektion: „Probleme muss man angehen, dann sind sie keine“ am eigenen Fahrrad-Körper erlebt. Schon an meinem freien Tag habe ich mich gedanklich mit der nächsten Etappe beschäftigt. Eine starke Steigung unmittelbar hinter Göttingen stach hervor. Mehrfach habe ich mich an den Routenplaner gesetzt und nach einer flacheren Alternative gesucht. Gab's aber nicht. So geht's mit Bammel in der gepolsterten Radlerhose heute früh bei sonnigen 0 Grad Celsius los.

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Der Aufstieg lässt nicht lange auf sich warten. Ich pumpe, ich schnaufe, ich muss absteigen. 200m schieben, dann geht es im ersten Gang weiter. Auf den Wiesen liegt noch etwas Schnee. Von der Kälte spüre ich am Rücken nichts mehr. Da ist nur Hitze und Schweiß. Der Weg biegt auf einen Waldpfad ab. Wieder schieben. An der Kuppe darf ich bei leichtem Gefälle kurz durchschnaufen, um die nächste Höhe relativ schwungvoll zu nehmen. Der Weg senkt sich wieder. Ich schaue nach links, muss ich da wieder hoch? Nein, geradeaus und weiter mit Gefälle. War es das schon? Ja! Das Problem war also nur ein Scheinriese! Ich schrei aus voller Kehle. Wäre jemand in der Nähe, würde er jetzt vorsichtshalber einen Holzknüppel nehmen.

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Jetzt fange ich an, den Tag zu genießen. Ich fahre weiter runter zur Weser und biege dann auf den Fuldatal-Radweg ab. Traumhaft. Glatter Asphalt und schöne Aussichten auf dem Fluss. Perfekt ausgeschildert und ausgebaut. Die Priorität dieses Radweges zeigt sich an einer Baustelle. Der Weg wird auf die Bundesstraße verschwenkt und dafür eine komplette Autospur gesperrt. Der Straßenverkehr muss sich ampelgeregelt die andere Spur teilen. So etwas habe ich noch nie erlebt. Respekt! Der Weg wird witzigerweise auch als Hessen R1 bezeichnet. Da sende ich doch mal freundliche Grüße nach Sachsen-Anhalt.

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An der Fuldaschleife muss ich mich noch einmal kurz anstrengen bis ich mit 500 km auf dem Tacho den kleinen hübschen Ort Melsungen in bester Laune erreiche. Beschwerden, keine.

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Vierte Etappe: Im Schneegraupel nach Göttingen

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Im Harz ist der Winter eingekehrt. Mir pieken Schneegraupel ins Gesicht und die getauten Schneekristalle verschlieren mir die Radfahrbrille. Der Weg führt mich über Geröllpisten in den Harz und hier ist es dann soweit. Ich muss absteigen und schieben. Ich schnaufe wie die alte Harz-Dampflok und komme auch beim Schieben kaum von meinem Puls runter.

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Aber nach jedem Aufstieg kommt ja auch wieder die Abfahrt. Mein schwer beladenes Rad schlingert bei 30 Stundenkilometer bedenklich. Also abbremsen, um hier nicht noch einen fulminanten Sturz auf Schotter hinzulegen.

Langsam ebnet sich der Weg. Nur hinter Bad Gandersheim stellt sich noch einmal ein Berg mit dem unscheinbaren Namen Billerberg in den Weg. Meine Finger sind trotz Handschuhen rot gefroren und meine Füße kaum noch zu spüren. An dem Flüsschen Leine ist es schließlich vollständig flach und ich genieße die ruhige Auenlandschaft im Schneeregen. Nur alle fünf Minuten donnert ein ICE auf der Strecke Hannover Göttingen an mir vorbei.

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Mit gut 400 km auf dem Zähler erreiche ich schließlich Göttingen und hier gibt es auch den ersten Pausentag. Wenn ihr nun meint, dass heute für mich ein Scheißtag war, dann habt ihr euch geirrt. Es hat mir Spaß gemacht. Ich, der Kämpfer gegen die Naturgewalt lasse mich nicht unterkriegen. Eine Challenge, die ich gemeistert habe. Mir geht es nach dem Auftauen richtig gut. Beine und Po ohne Schmerzen und auch das Ziehen im Nacken hat sich abgeschwächt. So kann es weitergehen.

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Dritte Etappe von Quedlinburg nach Goslar

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Mein Navi führt mich nur teilweise über den R1 Europaradweg. Warum auch immer. Vielleicht nimmt es Rücksicht auf die 250km die ich inzwischen auf der Uhr habe und will mich vor den besonders starken Anstiegen im Harz verschonen. Der Nachteil ist, dass ich nur gelegentlich in den Genuss des Waldes komme.

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Außerdem habe ich auch auf den straßenbegleitenden Radwegen heftige Anstiege. Runter in den ersten Gang und trotzdem pumpe ich bis zum Anschlag. Immer wenn ich ans Absteigen und Schieben denke, sehe ich ein Ende des Aufstieges und drücke mit letzter Kraft in die Pedalen.

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Ich komme durch Wernigerode, ein ebenfalls herausgeputztes Fachwerk-Schmuckstück und gönne mir eine Cappuccino-Pause. Trotz der Sonne ist es so kalt, dass ich nicht draußen sitzen mag. Ich habe inzwischen alle meine verfügbaren Sachen an. Besonders meine Füße sind kalt, weil der Wind durch die Sportschuhe pfeift. Da helfen auch die kleinen Sanitär-Plastiktütchen wenig, die ich mir aus dem letzten Hotel mitgenommen und über die Socken gezogen habe. Zum Glück ist mein heutiges Ziel nicht ganz so weit. Nach insgesamt 310 km von Berlin aus erreiche ich Goslar und spendiere mir einen Nussbecher. Ihr wisst ja, ich liebe Süßkram.

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Mit Sauna zum Aufwärmen und Rückenmassage gegen das Ziepen lasse ich mich im Anschluss verwöhnen.

Wie es mir geht? Recht froh, nicht ganz so weit und lange gefahren zu sein. Beine: angestrengt aber okay. Nacken: nach der Massage minimal besser. Po: immer noch erstaunlich gut.

Zweite Etappe von Wittenberg nach Quedlinburg

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Der Tag fängt mit einer Enttäuschung an. Die Elbfähre bei Coswig hat den Betrieb eingestellt. Ein kleiner handgeschriebener Zettel „Aus betrieblichen Gründen findet kein Fährverkehr statt“ bedeutet für mich: keine abgeschiedenen Radstrecken an der Elbe sondern ein Umweg über Bundesstraßen. Im Sekundentakt Rauschen LKWs mit 100 Sachen an mir vorbei. Mir wird angst und bange.

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Nach einer gefühlten Ewigkeit kann ich endlich auf Nebenwege abbiegen und es wird richtig gut. Störche pieken ihren spitzen Schnabel in die frisch umgepflügten Äcker, Wildgänse schnattern wie auf einer Stehparty und Ziegenböcke glotzen mich von den Elbauen an.

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Skeptisch werde ich, wenn mein Navi zuckersüß erklärt: „Jetzt rechts auf Singletrail“. Meist bedeutet das Schotterweg oder sonst wie schwierig zu befahrenes Terrain. Mehrfach ist das auch so. Allerdings mit dem Vorteil, abseits aller Zivilisation die Natur zu genießen. Und richtig zufrieden bin ich, als „Lady komoot“ für mich den Singletrail auf dem Wipper-Radweg auswählt.

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Trotz aller Unebenheiten ist er prima zu fahren und bietet herrliche Ausblicke auf das Flüsschen Wipper. Aber 125km ziehen sich auch und so bin ich glücklich endlich in Quedlinburg einzutreffen.

Eine total restaurierte Stadt, in der ich förmlich die alten Gilden, Händler und Gaukler vor den Fachwerkhäusern sehe. Alles ist erhalten und daher ist Quedlinburg auch absolut berechtigt ein UNESCO-Weltkulturerbe. Schön, dass ich es heute bis hierher geschafft habe.

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Das medizinische Bulletin vermeldet: Gemütszustand: stolz. Beine: leichter Schmerz in der linken Kniekehle. Nacken: das Ziepen ist nicht schlimmer geworden. Po okay.

Und zum Schluss, weil es so schön ist, noch ein paar Fotos aus Quedlinburg.

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Erste Etappe auf dem R1-Fernradweg Berlin - Lutherstadt Wittenberg

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Mein großes Lob an Brandenburg. Der R1 Fernradweg von Berlin nach Lutherstadt Wittenberg ist in einem perfekten Zustand. Häufig zieht sich das glatte Asphaltband durch tiefe Wälder, weitab von Straßenlärm und Autoabgasen. Heute, am Dienstag, ist wenig Betrieb. Nahezu einsam genieße ich bei zügiger Fahrt die aufblühende Natur an diesem kalten aber sonnigen Tag. Da gibt es nichts zu meckern.

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Ganz anders in Sachsen-Anhalt. In der Nähe von Burg Raben steht das Landesschild der Frühaufsteher und schlagartig wird die glatte Schnellfahrpiste zum Schotterweg. Dicke Kiesel, loser Sand und Schlaglöcher vermiesen meine Stimmung. Als auch noch mein Satelliten-Kilometerzähler bei einer besonders heftigen Rüttelstelle abspringt und ich das Teil erst nach intensiver Suche im Graben finde, bin ich echt sauer. So geht das nicht! Zum Glück habe ich schon 100 km hinter mir und nur noch 20 km sind es bis Lutherstadt Wittenberg.

Der Start war genial. Ein letzter Blick auf den Wannsee und die Fahrt über die Glienicker Brücke.

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Für mich das Symbol, ich bin raus aus Berlin, das Abenteuer liegt vor mir! Und schon nach kurzer Zeit darf ich meinen geliebten Kiefernduft einsaugen. Verstärkt durch frisch gefällte Bäume am Wegesrand.

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Durch ein paar heftige Anstiege bei Ferch darf ich, oder besser muss ich, die gewürzte Luft tief einatmen. Auch die Aufstiege bei Bad Belzig und bei Raben haben es in sich. Bei der Ankunft in Lutherstadt Wittenberg merke ich deutlich, dass 120 Radkilometer hinter mir liegen.

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Zum großen Glück finde ich ein helles freundliches Einzelzimmer im Luther Hotel Wittenberg für knapp 60 € inklusive Frühstücksbuffet. Dazu nutze ich die Sauna mit Dachterrasse und sinniere, wie es wohl morgen weitergeht.

Zum Abschluss noch das medizinische Bulletin. Gemütszustand nach Ankunft: zufrieden. Beine: schlapp. Nacken: unangenehmes Ziepen. Po: okay.

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Vorbereitung der Fahrradtour Berlin-Barcelona

Eine Mischung aus Vorfreude und gewaltigem Respekt grubbelt in meinem Bauch. 2.600 Kilometer sind weit mehr als ich jemals gefahren bin. Dagegen ist meine Tour “Rad nach Prag” nur eine Kurzstrecke und die Trainingstour “Havelradweg, ein Stück zum Glück” eben nur ein Training. Wie wird es meinem Po ergehen? Wird es langweilig, wochenlang alleine zu radeln?

Auf der anderen Seite sehe ich das glatte Asphaltband der Fernradwege durch einsame Wälder, rieche den Kiefernduft und erwarte fantastische Ausblicke auf Rhein, Rhone und Mittelmeer. Ich sehe mich im Sonnenschein, wie ich in einen kleinen französischen Ort einfahre und mein Tageswerk mit einem wunderbaren Wein begieße. Und jetzt meldet sich wieder mein Verstand:“ Wenn Du überhaupt so weit kommst!“

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Aber vorbereitet bin ich. Heute brauche ich zum Glück keinen Stapel Fahrradkarten sondern habe die gesamte Strecke auf meinem Handy gespeichert und werde mit der Fahrradnavigation von „komoot“ geleitet. Damit mein Handy nicht schlapp macht, verfügt mein Nabendynamo über eine USB-Ladebuchse. Dazu habe ich noch einen Satteliten-Kilometerzähler am Lenker, um mich an den gefressenen Kilometern zu erfreuen. Eine besondere Federgabel von „Kilo“ hilft mir, auch Schotter und Kopfsteinpflaster zu überstehen.

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Auch wenn ich nur eine Jeans und zwei Schlüppis (und natürlich Waschmittel) mitnehme, so summieren sich Werkzeug, Regenklamotten, warme Jacke, Wasser und Kulturbeutel doch zu einigem Gewicht. Daher muss ich auch zwei Fahrradtaschen an den Gepäckträger klemmen. Außerdem soll mein Netbook mit, um für euch meine aktuelle Lage zu beschreiben und online zu stellen.

Dienstag geht’s los! Hoffentlich schaut ihr häufig rein bei grad60.com. Das wird mir bestimmt helfen, irgendwann triumphierend in Barcelona einzutreffen.

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Am Anfang des Artikels steht “Werbung unbeauftragt”, das heißt, dass dieser Artikel ohne Beeinflussung und Bezahlung geschrieben wurde. Warum der Vermerk trotzdem dort steht, erfahrt ihr auf unserer Seite “Transparenz”.

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