DSCF5710.JPG

Hallo

Herzlich willkommen auf unserer Magazin-Seite.

Wir wollen unterhalten und informieren.

Viel Spaß

Süßkram

Süßkram

Ich liebe Süßes. Im Mund und für’s Auge. Nur richtig gut muss es sein. Und damit liebe ich Cafés, die was Besonderes haben. Was genau „Besonders“ ist, da bin ich nicht festgelegt. Ich fühle mich wohl, wenn roter Plüsch auf goldenes Messing und Kronleuchter trifft. Aber es darf auch grauer Granit mit Stahl und Punktstrahler sein. Es muss nur in sich stimmen. Das ist für’s Auge.

Wiener Conditorei Berlin 4.jpg

Für den Mund gehört der Cappuccino dazu. Heiß, kräftig mit Espressoaroma. Entscheidend ist der Schaum. Damit meine ich nicht das eingezogene Herzchen oder das Blümchen. Es ist die Konsistenz. Weiche luftige Creme, kein aufgeblasener Schaumberg. Sahnig vom Geschmack und nicht gleich dünn im Kaffee versiegend. Standhaft genug, um eine kleine Prise Zucker zu tragen. Ja, ich gebe es zu, mit über 60 habe ich so meine Marotten. Ich möchte an den Lippen ein paar Zuckerkristalle schmecken, die, bei jedem Nippen an der Tasse, im Mund die fruchtigen Kaffeenoten ausbalancieren. Das Zweite ist, logisch im Café, das Süßgebäck. Auch hier bin ich wählerisch. Mein schlechtes Zuckergewissen kann ich nur mit herausragenden Kuchen oder Torten besänftigten. Wenn die Kuchengabel durch sahnig-feste Mousse au Chocolat gleitet, die dabei ganz leise knistert und dann auf einen saftigen Boden trifft, dann läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Glück ist mein Gefühl, wenn dieser Bissen nach Schokolade schmeckt, kompakt und dunkel. Käsekuchen, luftig-zitronig, ohne Wassertröpfchen beim Teilen, Streusel crunchy auf saftigem Obst…

Also, ihr seht meine Begeisterung.

ZUKA Dessertkultur

Wilmersdorfer Witwen gehen hier nicht rein! Ohne Kronleuchter, Teppich und Plüsch kommt das „ZUKA“ in der Emser Straße am Ludwigkirchplatz daher. Es sieht so aus, als ob ein minimalistisches Kreuzberger Café ins bürgerliche Wilmersdorf verpflanzt wurde.

ZUKA Einrichtung.jpg

Die Witwen werden hier auch Frankfurter Kranz oder Schwarzwälder Kirsch vergeblich suchen. In der Tresen-Vitrine stehen Kunstwerke aus Früchten, Baiser, Crème und Schokoladenmousse mit Biskuit- oder Mürbeteigboden. Das Limonen Baiser mit Limettencreme und Kumquatkompott strahlt mich von der schwarzen Schieferauslage an. Daneben leuchtet eine Cassiskugel im glänzenden Lila-Rot mit zuckerperliger Dekoration aus Schokolade.

ZUKA Törtchen.jpg

Mein Mund wird beim Anblick so wässrig, ich muss zur Bestellung erst mal schlucken.

Alle Törtchen nehmen geht nicht und so ordre ich die Kugel aus schwarzer Johannisbeere und einen Cappuccino. Die richtige Wahl. Das Kügelchen zeigt sich fruchtig frisch mit einem süßen festen Boden. Eine perfekte Kombination. Und der Cappuccino ist so wie ich ihn mag. Kräftiger Geschmack aus der Siebträgermaschine mit extra aufgeschäumter cremig-fester Milch.

ZUKA Törtchen 2.jpg

Der Außenbereich wirkt mit den grob gezimmerten Holzbänken etwas ungemütlich und so nehme ich mir, trotz des schönen Wetters, einen Platz im Innenraum. Freie Auswahl habe ich, denn es ist nicht viel los. So komme ich mit der Bedienung kurz ins Gespräch. Alle Süßspeisen sind hausgemacht in diesem inhabergeführten Café und die Eclairs, Tartes und süßen Schnitten variieren je nach Saison.

Ich im ZUKA.jpg

Leider gibt es keine Zeitungen, sondern nur ein paar Magazine. Aber als richtiges Caféhaus würde ich dieses Lokal auch nicht bezeichnen und es nennt sich ja auch selbst Haus der Dessertkultur mit originellen Kreationen aus der ganzen Welt. Da kann ich mit Begeisterung zu 100 Prozent zustimmen.

Die Wilmersdorfer Witwen verpassen was.

Wiener Conditorei Caffeehaus In Dahlem

Wiener+Conditorei+Berlin+2.jpg

Meine Zuckersucht treibt mich heute in die Wiener Conditorei (so schreiben die das) in der Clayallee Ecke Argentinische Straße. Gleich am Eingang beeindruckt mich die Tortenauswahl. Mindestens 30 verschiedene Schoko-, Marzipan-, Obst- und Sahnetorten präsentieren sich mit appetitlichen Verzierungen, cremigen Füllungen und zuckrigen Glasuren.

Ich zeige auf ein besonders schönes Exemplar mit Pistazien-Marzipan und großem Schokoanteil. „Mozartkugel-Torte“ die Erklärung der Bedienung. Gebongt und dazu, na klar, einen Cappuccino.

Wiener Conditorei Berlin 3.jpg

Leider ist es für einen Sitzplatz im Freien noch zu kalt. So kann ich den großen offenen Innenhof mit den vielen Sitzplätzen nicht nutzen. Auch vorne zur Straße gibt es ein paar Tische, wo man die Vormittagssonnen nutzen könnte. Wenn sie denn da wäre.

So setze ich mich innen an ein Tischchen und schaue mich um. Typische Kaffeehaus-Einrichtung. Ich finde es etwas ideenlos mit dem Messing, Glas und den Vertäfelungen in Wurzelholz-Optik. Es sieht ja nicht schlecht aus, aber genau in dieser Ausführung gibt es dutzende Kaffeehäuser in ganz Deutschland. Einzig eine große, dominierende Deckenleuchte bringt etwas Individualität.

Meine Torte erfüllt meine Erwartungen voll und ganz. Ziemlich süß, aber Marzipan, Schokofüllung und Teig bieten eine gute Balance. Frisch und so groß, dass ich das Stück gerade noch so schaffe. Der Cappuccino fällt dagegen deutlich ab. Er ist aus einem Vollautomaten und hat daher den aufgeblasenen Schaum dieser Geräte, die auf Knopfdruck das Getränk bereiten. Schade, für 3,60 Euro erwarte ich als Kaffeeliebhaber einen Barista-Kaffee aus der Siebträgermaschine mit aufgeschäumter Milch. Zur Ehrrettung sei gesagt, dass Röstung und Stärke stimmten.

Wiener Conditorei Berlin 1.jpg

Ich bin deutlich vor der üblichen Kaffeezeit hier. Daher sind einige der Gäste eher beim Mittagsessen und haben sich für eines der verschiedenen warmen Speisen entschieden. Nach ihren Gesichtsausdrücken scheint es zu schmecken.

Im Großen und Ganzen bin auch ich zufrieden und verlasse das Café mit gestillter Süßkramgier. Dabei fällt mein Blick noch einmal auf die Tortenauswahl und ich bin mir sicher, die eine oder andere werde ich noch probieren.

Cafe Baier

Cafe baier.jpg

Wie sieht’s denn nun im Cafe Baier in der Steglitzer Schlossstraße 26 aus? Der Eingang ist fast zu übersehen. Ein handtuchschmaler Zugang, an einem Brotverkauf vorbei, über eine schmale Treppe ins erste Geschoss. Gut besucht, viele im grad60-Alter. Der erste Blick fällt auf den Tresen mit Kaffeemaschine, Gläsern und aufgereihten Torten. Beleuchtet von einem Kronleuchter, darüber ein Deckengemälde.

Cafe Baier 1.jpg

Ich kenne mich nicht besonders in Kunstepochen aus, das ist aber eindeutig Jugendstil. Sieht gut aus. Ein raumhoher, verzierter Kachelofen, Spiegel und Mosaiken runden die Einrichtung stimmig ab. Über den Zweiertischchen setzen moderne Gemälde einen interessanten Kontrast. Im hinteren Bereich hält das Café mit einer Terrasse hinter dem Wintergarten noch etwas Besonderes parat. Sebstverständlich jetzt im Winter eindeutig zu kalt. Aber wenn erstmal wieder Sommer ist…

Cafe Baier 6.jpg

Ich wähle, na klar, einen Cappuccino und einen Pflaumen-Aprikosen-Crumble. Der Kaffee ist so optimal wie beschrieben. Das Blechkuchenstück ist riesig. Wer nicht so gierig ist wie ich, bei dem reicht’s auch für zwei. Streusel gut, Obst saftig. So saftig, dass der Teig ein paar leicht durchgeweichte Stellen hat. Aber auch so gut, dass ich ihn komplett verputze.

Cafe Baier 3.jpg

Ein weiteres Plus gibt es von mir für die bereitgestellten Tageszeitungen, die aufgereiht mit Zeitungshaltern an Haken hängen. Zusätzlich noch freies W-Lan, sodass ich meinen Artikel gleich hier schreiben und online stellen kann. Und ihr könnt ihn dann unbeschwert hier lesen, ohne eure Mobildaten zu verbrauchen.

Die Bedienung ist freundlich aufmerksam. Niemand stört sich daran, dass ich hier länger sitze, um den Artikel zu schreiben.

Wer nicht so’n Krümelmonster ist wie ich, für den gibt es hier auch ein paar kleine handfeste Speisen, hab ich aber nicht probiert.

Und jetzt hoffe ich auf Euch. Welches Café findet ihr schön? Wie ist der Cappuccino, oder vielleicht auch der Tee? Torte gegen Blechkuchen? Schreibt uns doch bitte. Entweder gleich hier im Kommentar oder per E-Mail an info@grad60.com. Wenn ihr dann noch Fotos habt, super, stellen wir gerne online.

Am Anfang des Artikels steht “Werbung unbeauftragt”, das heißt, dass dieser Artikel ohne Beeinflussung und Bezahlung geschrieben wurde. Warum der Vermerk trotzdem dort steht, erfahrt ihr auf unserer Seite “Transparenz”.

Probewandern über die Schrammsteine

Probewandern über die Schrammsteine

Beerenjagd in Klaistow

Beerenjagd in Klaistow