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Zukunftsspiele am Computer

Zukunftsspiele am Computer


Kennt ihr noch „Tetris“ auf dem Gameboy? Das kam Mitte der 80er-Jahre auf den Markt und war seinerzeit ein absoluter Renner. Auf dem Minidisplay des klobigen Kastens fielen kleine, unterschiedlich geformte Blöcke von oben nach unten, die gedreht und passgenau eingefügt werden mussten. Die Sensation, das Gerät war transportabel!

Später kamen Playstation und X-Box. Ich besitze davon nichts, nur auf meinem PC ist das alte Computerspiel „Age of Empires“ installiert. Das spiele ich ganz gerne, aber als Computerspieler kann ich mich nun wirklich nicht bezeichnen. Weil mich jedoch Neuerungen in der anwendbaren Computertechnik interessieren und vieles davon im Spielbereich entwickelt wird, habe ich mich zum Game Science Center Berlin in der Besselstraße in Kreuzberg aufgemacht. Mal sehen, was mir für 14 Euro Eintritt geboten wird.

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Lila-blau beleuchtete Räume verdecken nicht, dass ich mich hier in einem nüchtern-kahlen Raum befinde. Wirkt nicht gerade wie Science Fiction, sondern eher wie Industriebau. Diverse Monitore an den Wänden blinken vor sich hin.

Ein Bildschirm mit einer Zeichentrickkatze wie „Kater“ im Film Shrek zieht mich an. Eine Kamera erfasst mein Gesicht und „Kater“ ahmt mich nach. Ich grinse, „Kater“ grinst diabolisch zurück. Ich drehe meinen Kopf, das Gleiche bei dem Tier. Und so stehe ich etwas debil vor der Mattscheibe und versuche mich mit den unterschiedlichsten Grimassen. Ein Stück weiter erwartet mich „Minority Report“. Das Steuern einer Wandprojektion nur mit den Händen. Hier verschiebe ich aber nicht die Fotos von Bösewichten, sondern nur so eine Art Feuerwerk. Okay, noch ziemlich in den Anfängen. Am nächsten Platz ist der virtuelle Griff von Computerhänden nach Würfeln schon interessanter.

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Eine kleine Buddelkiste mit Sand hat ebenfalls seinen Reiz. Sie ist von oben beleuchtet und ein Computer erkennt die Höhe der Sandberge. Da hat der Kleine was zu spielen. Ich drücke Mulden in die braunen Hügel und erzeuge damit grüne Täler und bilde blaue Fjorde. An die Installationen komme ich recht ungestört heran, da die vielen Kinder eher an den Daddel-Spielen interessiert sind.

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grad60-Besucher gibt es nicht so viele und offensichtlich sind sie meistens als Eltern oder Oma und Opa dabei.

An einer weiteren Projektion kann ich mir virtuell verschiedene Hosen und Hemden anziehen und mich vom Sportstadion in einen Theatersaal beamen. Ganz lustig, aber nicht wirklich neu.

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Die Versuchung ist groß, an allen Einrichtungen mal so rumzufummeln. Ich merke aber schnell, das bringt nichts und so beschäftige ich mich intensiver mit einzelnen Exponaten. Bis zum Ende der Runde sind schnell zwei Stunden vergangen und ich setze zum Abschluss noch eine VR-Brille auf. Virtual Reality, nur schwer zu übersetzen mit vorgespielte Realität. Vielleicht kennt ihr das ja schon, für mich ist es neu. Brille aufgesetzt, Kopfhörer übergestülpt und schon sitze ich in einem Einbaum und blicke auf die dreidimensionale Paddlerin vor mir. Ich drehe meinen Kopf zur Seite und sehe tropische Bäume an mir vorbeiziehen; Bewohner in Stelzenhäusern schauen auf der anderen Seite zu mir runter. Ich bin auf dem Mekong. Echt, nur die Wärme fehlt.

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Mir ist klar, das ist die Zukunft. So werden wir bald Naturfilme genießen. Quatsch, nicht Film, das ist mehr. Das ist Realität. Ohne uns ins Flugzeug zu setzen, werden wir bald die letzten Ecken der Welt entdecken und dem Tiger ins Auge schauen.

Oh je, wie sehr ist „Tetris“ doch Vergangenheit.

Nach meinem Geschmack ist das Game Science Center Berlin für alle interessant, die sich für Details einer Spielanwendung interessieren. Wirkliche Weltneuheiten sind nicht dabei. Ich hatte Spaß an den Kleinigkeiten und habe mich von den wuseligen Kindern nicht stören lassen. 14 Euro sind allerdings auch ein stolzer Preis für das Angebot.

Hattet ihr auch einen Gameboy oder spielt Computerspiele? Schreibt doch bitte an info@grad60.com oder einen Kommentar "leave a comment".

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Am Anfang des Artikels steht “Werbung unbeauftragt”, das heißt, dass dieser Artikel ohne Beeinflussung und Bezahlung geschrieben wurde. Warum der Vermerk trotzdem dort steht, erfahrt ihr auf unserer Seite “Transparenz”.

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