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Staunen im Wintergarten

Staunen im Wintergarten

Ich habe noch nie einen Artikel mit dem Klo begonnen. Aber eh ich es vergesse. Ein Besuch des stillen Örtchens im Wintergarten kann ich nur empfehlen. Noch nie hat mich ein Pianist am Konzertflügel auf dem Weg zur Toilette begleitet. Ich war so verwirrt, dass ich glatt zur Damentoilette gegangen bin. Erst als mir die Überzahl der Frauen im Waschraum auffiel, bemerkte ich meinen Irrtum. Dabei konnte ich noch einen Blick auf wirbelnde Federn in Glaskästen über den Waschbecken erheischen. Auch an meinem richtigen Örtchen ließen mich goldene Waschbecken und blaue Metallbäume staunen. Ungewöhnlich, dass auf einer Toilette derartig häufig das Handy zum Fotografieren gezückt wird.

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Aber deswegen war ich ja nicht hier. Ich hatte das Glück einer Einladung zur Dinnershow „Staunen“. Und ich war schon ewig nicht mehr im Wintergarten. Ein Aperol-Spritz an der Foyer-Bar stimmt mich mit Kyra und Rainer auf „Circus of Stars“ ein.

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Schön ist’s. Der Saal im roten Plüsch, nicht angestaubt, sondern edel. An den Seitenwänden Vitrinen mit prächtigen Kostümen, Plakaten und Dekorationen, über uns ein schwarzer Sternenhimmel. Eine Großzahl von grad60ern. Freundlicher Empfang an 6-er Tischen. Das Menü mit Suppe, Hauptgang und Nachtisch gibt es auch als vegetarische Variante. Unter musikalischer Begleitung der vierköpfigen Band lass ich es mir schmecken.

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Ich bin positiv eingestimmt. Eigentlich ist Varieté nicht ganz mein Ding. Zirkus, Gesang, Show, für mich oft an der Grenze zum Peinlichen. Mal sehen, wie’s hier wird. Eine Con­fé­ren­ci­eu­se (super Wort) führt durch’s Programm und hat die schwere Aufgabe, dass Publikum in Stimmung zu bringen. Läuft relativ gut, wobei die „Ich suche einen Mann für die Bühne“-Nummer gerade noch erträglich ist. Besonders, weil es nicht mich trifft!

Die ersten Künstler aus Kuba betreten die Bühne. Die Artisten ziehen sich kraftvoll doch scheinbar mühelos die Stange hoch und mich damit sofort in ihren Bann. Wie kann man derartig quer an der Stange hängen? Früher habe ich es beim Sport nur mit größter Mühe mit beiden Armen und verklemmten Beinen bis nach Oben geschafft. Und die hängen wie eine Fahne an dem Metallding. Großartig, das Showthema „Staunen“ wird sofort getroffen.

© Wintergarten

© Wintergarten

Wenig später scheinen sich alle Männer fasziniert mit der Frage zu beschäftigen: „Warum kann das meine Frau nicht auch?“ Elena aus Russland steht auf der Bühne. Sie tanzt mit ihrem Partner Victor. Ein großer Fächer verdeckt die Sicht auf die Tänzerin und als sie eine halbe Sekunde später wieder sichtbar ist, trägt sie ein komplett neues Kostüm. Neuer Fächer, alles in Rot, dann bunt, dann kurz… Preisgekrönt beim Internationalen Zirkusfestival von Monte Carlo.

Die Männer sind sich einig: Zuhause würde es für das Umkleiden drei Tage brauchen!

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Zwischen den Musikstücken weitere Nummern zum Staunen. Handstand, kreuz und quer auf Backsteinen, Trapeznummer, alles auf höchstem Niveau. Meine Hochachtung ist groß. Auch, weil ich nach Weihnachten auf dem Trimm-dich-Pfad im Grunewald wie ein Schluck Wasser an den Stangen hing.

In der Pause kommt eine Zauberin an unseren Tisch und führt vor unseren Augen Kartentricks auf. Wie geht das, will man wissen. Aber eigentlich auch nicht. Ich finde es schön, auf so charmante Art und Weise entführt zu werden. Viel schöner als vor dem Fernseher. Das so etwas geboten wird, ist der Vorteil einer Großstadt. Das finden an unserem Tisch auch Silke und Michael. Sie sind aus Dessau angereist, um sich hier verzaubern zu lassen. Und das ist gelungen. Zufrieden treten wir den Heimweg an. Aber vorher geht’s noch mal auf’s Klo.

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Wart Ihr auch schon dort? Also im Wintergarten, nicht auf dem Klo? Über Euren Kommentar würden wir uns freuen. Einfach auf “Leave a comment” unten am Ende klicken, irgendeine E-Mail Anschrift eingeben und Eure Meinung kundtun. Oder gerne auch Berichte und Fotos an info@grad60.com senden, damit wir das veröffentlichen können.

Am Anfang des Artikels steht “Werbung unbeauftragt”, das heißt, dass dieser Artikel ohne Beeinflussung und Bezahlung geschrieben wurde. Warum der Vermerk trotzdem dort steht, erfahrt ihr auf unserer Seite “Transparenz”.

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