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Im Korb auf 1500 Meter

Im Korb auf 1500 Meter

Im Korb auf 1500 Meter – ein Gastbeitrag von Kyra Zerbst

Um 7 Uhr starten wir in voller Erwartung Richtung Meschede zu unserer geplanten Ballonfahrt auf der Internationalen Montgolfiade. Ich hab‘ die Hosen voll.

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Erstmal ist aber Arbeit angesagt. Alle bekommen Arbeitshandschuhe und müssen mit anpacken. Mehr als ich gedacht habe. Wir müssen den riesigen Korb aus dem Anhänger ziehen und den Ballon ausrollen.
Der Korb ist in fünf „Kabinen“ eingeteilt. Die Mitte gehört dem Piloten und in den anderen vier müssen 15 Mitreisende Platz finden. Die meisten Teilnehmer sind grad60. Ich bin sehr nervös, nicht nur wegen des Fliegens. Schon das Einsteigen ist eine Herausforderung und ich bin froh, dass niemand meinen "Einstieg" filmt. Einer schiebt von unten und ein anderer kugelt mir fast das Bein aus. Elegant ist anders. Aber jeder hilft, schließlich sitzen wir ja alle in einem Boot, ähh Korb.

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Mir ist schon heiß und jetzt wird immer wieder Heißluft in den Ballon gedrückt. Die Hitze steigt. Der Korb hebt ab und wir schweben. Und mit jedem Meter Höhe vergesse ich die Unbequemlichkeiten und die Angst. Der Blick ist sensationell.

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120 Ballone starteten gleichzeitig und schwebten mit uns zusammen am Himmel. Keine Spur von Höhenangst, sondern ein Gefühl von Freiheit und je höher der Ballon steigt, umso mehr wächst dieses Gefühl.

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Und dann gibt es noch eine ungeplante Überraschung. Der junge Mann aus unserer Gruppe zückt plötzlich eine Schatulle aus der Hosentasche und macht seiner Freundin in 1500 m Höhe einen Heiratsantrag. Die Braut sieht sehr überrascht aus und bekommt einen hochroten Kopf. Den Ring steckt sie gleich auf. Ist auch besser so. Wenn der aus dieser Höhe runterfallen würde…
Die Verlobten knutschen und der Rest der Gruppe kommentiert. "Die muss ja ‘Ja’ sagen, denn sie kommt ja nicht weg. Scheidung dann auch im Ballon”, und ähnlich schlaue Sprüche.
Nach einer guten Stunde wird zur Landung angesetzt. Auf Anweisung sollen wir alle in Fahrtrichtung stehen und ganz locker bleiben. So ein bisschen habe ich doch wieder die Hosen voll. Etwas holprig, aber nach zwei kleinen Hüpfern kommen wir zum Stehen. Mein Ausstieg klappt nun auch schon viel besser als der Einstieg.
Jetzt heißt es wieder anpacken. Der Ballon muss zusammengefaltet und transportfähig gemacht werden. Damit die Luft entweicht, setzen wir uns auf die zusammengelegte Hülle.

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Anschließend werden wir zu unserem Startplatz zurückgefahren, um das Ballonglühen zu bewundern. Den Abschluss der Montgolfiade krönt noch ein farbenfrohes Feuerwerk und am nächsten Tag die Taufe. Ich bin jetzt eine Baroness, wagemutige Sonnenfee zu Soest. Na bitte!

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Die Warsteiner Internationale Montgolfiade findet jedes Jahr am ersten September-Wochenende statt. Sie ist der größte europäischer Heißluftballon-Wettbewerb mit mehreren hundert Teilnehmern. Für Besucher kostet die Ballonfahrt rund 200 Euro.

Liebe grad60-Leserinnen und -Leser. Das hier ist ein Gastbeitrag. Habt ihr nicht auch einmal Lust, von euren Erlebnissen zu berichten? Nur Mut. Wir freuen uns auf eure Zuschriften an info@grad60 und helfen auch gerne bei eurem Erstlingswerk weiter.

Am Anfang des Artikels steht “Werbung unbeauftragt”, das heißt, dass dieser Artikel ohne Beeinflussung und Bezahlung geschrieben wurde. Warum der Vermerk trotzdem dort steht, erfahrt ihr auf unserer Seite “Transparenz”.







Peru auf eigene Faust

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