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Schifoan I

Schifoan I

Wie Wolfgang Ambros schon 1976 sang: „Weil Schifoan is des leiwaundste, wos ma sich nur vurstelln kann.“ Das ist 2019 auch nicht anders, Skifahren ist einfach geil.

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Gestern Nacht plus 35 cm, in der Nacht davor 40 cm von der schneeweißen Pracht. Da stehe ich nun und denke mir: „Shit“. Die 15, die schwarze Giftabfahrt, wurde des nachts nicht präpariert. Warum? Das wissen die Geier, die österreichischen Bartgeier. Wahrscheinlich, weil dieses Zwei-Tage-Dauer-Schneefall-Wetter selbst die hartgesottenen Pistenbullyfahrer der Skiregion Snow Space Salzburg vor anspruchsvolle Lösungsoptionen stellt. Da gilt es Prioritäten zu setzen und die 15 zählt ganz offensichtlich nicht zur Prio eins oder zwei oder so. Was soll’s: „Da musste durch, beziehungsweise runter.“

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In einigen Hundert Metern Entfernung sehe ich die Gifthütte, mein vorläufiges Ziel, am Ende der schwarzen Piste. Dort sieht man noch Teile das ehemaligen Lifthäusls des einst zweitsteilsten T-Lifts der österreichischen Alpen; den Lift gibt es schon lange nicht mehr, aber das Lifthäusel mit späterem Anbau. Und warum heißt sie so? Weil der Sepp die Gäste nicht nur geliftet, sondern auch mit Jagatee versorgt hat. Wenn die schwer angeheiterten Skifahrer dann in das oberhalb gelegene Wagrainer Haus heimgekommen sind, soll dieser Umstand die Wirtin zum Ausruf veranlasst haben, dass der Vermaledeite da unten die Skifahrer wieder mit seinem Gift-Zeug abgefüllt hat.

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Ich arbeite mich runter, durchflüge den Tiefschnee, versuche nicht allzu bescheuert dabei auszusehen, bleibe schön vorsichtig, schließlich will ich abends in der Kogelalm sitzen und nicht auf einem Krankenhausflur flanieren und bin irgendwann auch am Fuß der 15 angekommen. Ich schnalle ab, kehre in die Gifthütte ein, bestelle mir ein Bier, staune über die alten Fotos und fühle mich wohl.

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1913 hat der Urgroßvater von Bernadette die Alpe Kogel mit 123 ha am Grießenkareck erworben. Damals gab’s hier oben noch nicht viel, nur Landwirtschaft, das heißt Almwirtschaft. Die Eltern Josef („Sepp“) und Josefine hatten dann im Jahre 1966 den Schlepplift gebaut und damit die erste Skischaukel im Salzburger Land verbunden. 1969 wurde die alte Kogelalm errichtet, die jetzt Gifthütte genannt wird. Und hier begannen die beiden die Skifahrer und Ausflügler mit hausgemachtem Speck, selbstgebackenem Brot, hausgebrannten Schnaps und Jagatee nach Sepp`s Rezept zu versorgen. Mit dem Bau der jetzigen Kogelalm wurde im Jahr 1977 begonnen.

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Es gab keine Straße, kein Wasser, keinen Kanal, keinen Strom, kein Telefon, nur den Traum, auf diesem schönen Fleckerl Erde einen Gasthof zu errichten. 1978 wurde das Restaurant eröffnet und an Weihnachten 1979 wurden die ersten Zimmer der inzwischen auf 20 erweiterten Pension vermietet; aus diesem Grund wird heuer auch das 40jährige Jubiläum gefeiert. In den folgenden Jahren haben dann Rudi und Bernadette die Leitung des Hauses übernommen und immer renoviert und verbessert. Noch bis 2012 schwang Oma Josefine das Küchenzepter, dann übergab sie die Herrschaft über Töpfe und Pfannen an den Enkel Thomas; auch Tochter Manuela arbeitet seit vielen Jahren im Betrieb tatkräftig mit.

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Auf 1.850 m liegt dieser wunderschöne Alpengasthof mit der Sonnenterrasse über Wagrain direkt an der Piste neben der Bergstation Flying Mozart im Skigebiet von Snow Space Salzburg.

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Abfahren direkt vor dem Haus, kein Anstehen am Lift, Dinieren, Entspannen und Relaxen. Deshalb bin ich mit Familie und Freunden diesjährig zum zehnten Mal auf der Alm. Und dafür gab’s ein Geschenk:

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Und wie immer genieße ich die drei besonderen Highlights dieses Gasthofes: Bier (mit Beifang) auf der Terrasse mit Blick in die untergehende Sonne, …

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Erholung in der Sauna mit Blick ins Tal …

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und das gemütliche Abendessen in der Gaststube mit Blick auf die Pistenraupen, die vor den Fenstern wenden, um sich mit gleißenden Scheinwerfern wieder ins Tal zu stürzen.

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Ich schaue den Pistenbullys hinterher und hoffe, dass morgen auch die schwarze 15 fürstlich präpariert ist, sonst gibt’s was vor die Schaufel, jawoll!

Das Nutzervolk ist hier übrigens fachlich und altersmäßig absolut gemischt. Anfänger, Mittelgute und Fastprofis aller Altersgruppen, auch jede Menge grad60-ger. Ich war also mitten drin, in beiderlei Hinsicht und hatte wieder viel Spaß, wie auch Wolfgang Ambros schon 1976 meinte: „Weil Schifoan is des leiwaundste, wos ma sich nur vurstelln kann.“

Es gibt bald noch einen zweiten Blogbeitrag zum Skifahren, mit weiteren Geschichten, wenn Ihr Lust habt …?

Am Anfang des Artikels steht “Werbung unbeauftragt”, das heißt, dass dieser Artikel ohne Beeinflussung und Bezahlung geschrieben wurde. Warum der Vermerk trotzdem dort steht, erfahrt ihr auf unserer Seite “Transparenz”.

Schifoan II

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