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CSD in Falkensee

CSD in Falkensee

Wir in Falkensee können auch CSD und ich bin dabei. Der Hinweis kommt übrigens von einer guten Freundin, dafür bin ich ihr dankbar.

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Hunderte Menschen feiern am Freitag, den 28. Juni 2019, den ersten Falkenseer CSD und setzen ein deutliches Zeichen für mehr Akzeptanz und Toleranz. Neben dem politischen Hintergrund der Parade ist viel Platz für bunte Perücken, viel Glitzer und gute Stimmung.

Um 17:00 Uhr geht es mit einer Kundgebung los. Unter Jubel und Applaus wandert die Regenbogenflagge den Fahnenmast vor dem Falkenseer Rathaus empor. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Menschen zum ersten CSD in Falkensee kommen. Ich kann gar nicht genau sage, was ich fühle. Es ist eine Mischung aus Partystimmung und Respekt. Inzwischen kenne ich einige Leute, die nicht heterosexuell sind. Ich mag sie. Und heute bin ich hier dabei. Beim CSD in Falkensee. Das macht mich richtig stolz.

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Neben Glitzerperücken, bunten Kostümen und dem Traktor-Oldtimer des Falkenseer Porsche-Junior-Teams, der mit schillernden Farben ausstaffiert die Parade begleitet, ist vor allen Dingen das Statement wichtig: Gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern in unserer Gesellschaft. Der CSD ist ein Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag für eine freie Gesellschaft. Frei von Ressentiments, Unterdrückung, Ausgrenzung, Verfolgung, Bestrafung. Dafür gehe auch ich auf die Straße.

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Falkensee ist jetzt neben Großstädten wie Berlin oder Köln wohl die kleinste Kommune mit einem eigenen CSD. Irre! Ich mag meine Stadt. Heute noch mehr als sonst. Und demnächst als Pensionär mit viel Zeit für alles!

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Gegen 17:30 Uhr setzt sich der Zug dann in Bewegung. Gleich hinter dem Banner des Orga-Teams, zu dem neben Marlies Wutta auch Harald Petzold gehört, der die Demonstration angemeldet hat, trommelt die Samba-Truppe der Heartbeats aus Berlin. Stimmungsvoll, mit zuckenden Beinen und wehenden Regenbogenfahnen biegen wir vom Rathaus in die Bahnhofstraße ein. Es ist ein erhebender Moment.

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Dabei sein, wenn was Großes passiert. Das habe ich mir vorgenommen. Heute gelingt es mir. Dass der CSD nun in einer so kleinen Stadt angekommen ist, ist toll. Bei dem Umschwung, der in der Gesellschaft derzeit passiert, ist es noch wichtiger, Flagge zu zeigen.

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Denn hinter lauten Samba-Klängen, schrillen Kostümen und guter Laune steckt viel Ernstes. Der CSD in Berlin ist Klasse, ist aber auch schon viel zu kommerziell, glaube ich. Hier in Falkensee wollen wir bewusst ein weiteres politisches Statement setzen Auch gegen rechts. Es gibt weiterhin viele Probleme. In einigen Ländern gilt nach wie vor die Todesstrafe für queere Menschen. Niemand soll sich verstecken müssen, sondern offensiv mit seiner Sexualität umgehen können.

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2017 wurde in Falkensee die Regenbogenflagge erstmals vor dem Rathaus gehisst. Daraus ist mit den Jahren die Idee entstanden, einen eigenen CSD auf die Beine zu stellen. Gemeinsam mit dem Falkenseer Jugendforum hat das Falkenseer Regenbogencafé die Veranstaltung organisiert.

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Die Community der Falkenseer hält zusammen. Ich sehe auch einige Lokalpolitiker aus Falkensee, Brieselang, Wustermark und Nauen, die mitmachen. Auch die Landesgleichstellungsbeauftragte Monika von der Lippe ist da.

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Der Christopher-Street-Day (CSD) erinnert an den ersten bekanntgewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village. In den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 fand in der Bar Stonewall Inn der sogenannte Stonewall-Aufstand statt.

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Bild: jkb-CC BY-SA 3.0

Nachdem wir vor der Stadthalle angekommen sind, folgt nach einigen Wortbeiträgen und Statements der Auftritt der Band „Die Gabys“ , die mir und den Leuten richtig einheizt. Das ist ein toller Abschluss der Demonstration. Rund 1000 Menschen sind noch da und feiern ausgelassen bis in die späten Abendstunden. Es ist ein guter Tag.

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Habt Ihr auch Bilder oder Berichte vom CSD in Falkensee oder aus Berlin oder aus anderen Städten? Lasst sie uns zukommen, wir veröffentlichen sie, ganz sicher! Mail an: info@grad60.com

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Am Anfang des Artikels steht “Werbung unbeauftragt”, das heißt, dass dieser Artikel ohne Beeinflussung und Bezahlung geschrieben wurde. Warum der Vermerk trotzdem dort steht, erfahrt ihr auf unserer Seite “Transparenz”.

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